WIM - zweites Album & Tour
Mitte Oktober hat die Hamburger Indie-Pop Künstlerin WIM ihr zweites Album "Wenn man das Licht zurückverfolgt, weiß man, wie alt die Sterne sind" veröffentlicht.
Die 10 neuen Lieder klingen unverkennbar nach WIM, gleichzeitig aber offener und mutiger als je zuvor. Gemeinsam mit Produzent Tobias Siebert (Kettcar, Enno Bunger) hat WIM es geschafft ihre poetischen Texte mit einem frischen, synth-poppigen Sound zu verbinden, der Raum für Leichtigkeit und Bewegung schafft.
Wie der Titel schon erahnen lässt, dient das Licht WIM als Metapher für die Vergangenheit. Doch WIM zeigt auch, dass im Zurückblicken nicht nur Verlust liegt, sondern auch die Chance, dass ein neues Verständnis füreinander wachsen kann.
Die Lieder des Albums handeln von prägenden Momenten, Erinnerungen, Erfahrungen, Trost und Verlust. WIM aka Nina Müller hat es geschafft, die schweren Themen tanzbar zu machen und mit Wärme zu füllen.
Sie singt über eine Großmutter, die sie nie kennenlernen konnte und die sie trotzdem prägte ("Auf den Tischen").
"... 1945
Ist eine Zahl auf dem Papier
Und dein Gesicht ein Bild in Glas
Aber du warst wirklich hier
Suche zwischen meinen Zweifeln
Deinen unbequemen Geist
Und ich frage mich, was jung sein
Während eines Wetkriegs heißt..."
Es geht ums Elternhaus mit all seinen Geschichten und was sich dort im Laufe der Jahre verändert hat ("Unser Haus").
"Immer da" handelt von dem was bleibt, wenn jemand für immer fehlt, während "Blinder Fleck" vom abrupten Verschwinden erzählt, das Sprachlosigkeit hinterlässt. Um Verlust geht es auch in "Ich hab dich verloren", allerdings ist das "ein Lied über Leute, die nach Berlin gehen und dann nie mehr wiederkommen".
Der Song "Reim auf dich" ist ein bewusstes Spiel mit Erwartungen und anders als man beim ersten Hören vermuten könnte, kein Liebeslied, sondern einer Freundschaft gewidmet.
Gemeinsam im Duett mit Moritz Krämer (Die höchste Eisenbahn) singt WIM übers loslassen und den Mut weiterzugehen, anstatt sich in der Vergangenheit zu verlieren. Für alle, die hingegen meinen die Vergangenheit war besser, ist der Song "Gute, alte Zeit".
"... Du sagst, es war nicht alles schlecht
Aber du alterst nicht sehr gut
Wenn du dich dahinter versteckst
...
Du hast den Schmerz in deiner Brust
Noch in Zement manifestiert
Du hast es nicht besser gewusst
Ich würde dich so gern berühren
Und da, wo du schon nichts mehr fühlst
An deine alten Narben rühren..."
WIM erzählt auch vom Lärm im Kopf, der dank einer anderen Person leiser wird ("So leise wie mit dir") und erinnert daran, aufzupassen "Auf das, was dich glücklich macht".
"... Weil die Dinge in der Nacht ihre Farben verlieren
Und das kann hier und da auch am Tag schon passieren..."
Das neue Album von WIM wagt den Blick zurück, würdigt was war und lässt die Gegenwart dadurch umso stärker leuchten.
"Wenn man das Licht zurückverfolgt, weiß man, wie alt die Sterne sind": amazon* / apple music*
Ab 6. November geht WIM auf Tour durch Deutschland und Österreich und spielt am 27. November im Hamburger Birdland.
27.11.2026 | Birdland | Einlass: 19 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr | VVK: 18 € zzgl. Geb. | Support: August August
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